Aufrufkontext.
Kurz erklärt
Der Aufrufkontext definiert die Kombination aus Karten und Berechtigungen, die für eine bestimmte TI-Operation benötigt werden. Er legt fest, welche Identitäten sich authentifizieren müssen, bevor ein TI-Dienst genutzt werden kann.
Der Aufrufkontext ist ein technisches Konzept der Telematikinfrastruktur, das festlegt, welche Karten und Berechtigungen für eine bestimmte Operation vorliegen müssen. Jede TI-Anwendung erfordert einen spezifischen Aufrufkontext — also eine definierte Kombination aus Einrichtungsidentität und persönlicher Identität.
Wie der Aufrufkontext funktioniert
Der TI-Konnektor prüft bei jeder Operation, ob der erforderliche Aufrufkontext erfüllt ist. Dafür wird die SMC-B (Einrichtungsidentität) herangezogen, und je nach Anwendung zusätzlich der eHBA (persönliche Identität der Fachkraft).
So erfordert etwa der Zugriff auf die ePA sowohl die SMC-B als auch den eHBA, während für das Versenden einer KIM-Nachricht die SMC-B allein ausreichen kann.
Praktische Auswirkungen
Für Pflegeeinrichtungen bedeutet das Konzept des Aufrufkontexts, dass nicht jede Fachkraft alle TI-Anwendungen nutzen kann. Wer auf die ePA zugreifen möchte, braucht neben der gesteckten SMC-B auch den eigenen eHBA im Kartenlesegerät. Dies hat Auswirkungen auf die Personalplanung und die Anzahl benötigter eHBAs.
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